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Sie suchen die Spielregeln zu einem beliebten Online-, Karten oder Brettspiel?

Sie sind sich nicht einig, wie gezaehlt, gespielt oder ausgwertet wird?

Sie wollen einfach mal nachlesen, wie man seine Spielstrategie optimiert z.B. beim Poker oder Online Casino?

Hier finden Sie Tipps und Tricks, Spielregeln und Anleitungen zu einigen der beliebtesten Spiele der Welt, wie z.B. Poker, Roulette, Bacarra oder Monopoly.

 

Baccara

Die Bezeichnung Chemin de fer (franz. „Eisenbahn“) hat ihren Ursprung darin, dass der Kartenschlitten bei dieser Spielart gleich einer kleinen Eisenbahn seine Runden zieht. Chemin de fer ist James Bonds Lieblingsspiel und war auch ein beliebter Zeitvertreib des englischen Königs Eduard VII, der als Prince of Wales im Zuge des Tranby Croft oder Royal Baccarat Scandal sogar als Zeuge vor Gericht aussagen musste. Im angelsächsischen Sprachraum wird Chemin de fer auch Chemmy genannt.

Grundregeln

Vorbereitungen

Zu Beginn einer Partie werden die Karten vom Croupier gemischt und von einem Spieler coupiert, dabei ist folgendes Zeremoniell üblich: Der Croupier legt die Karten offen auf den Tisch und verrührt diese mit beiden Händen, nach einiger Zeit wendet er die Karten, setzt das Rühren mit den nun verdeckten Karten fort und schichtet sie zu einem Stapel (die Taille). Zum Coupieren (Schneiden, Abheben) steckt der Spieler, der zur Linken des Croupiers sitzt, eine neutrale beidseitig rote Karte (Carte de coupe) an der Stelle in den Stapel, wo er abgehoben haben möchte. Das Abheben selbst führt wiederum der Croupier durch. Dieser steckt nun eine weitere neutrale Karte (Carte d' arrêt) vor die siebentletzte Karte und legt den Stapel in den Kartenschlitten (Sabot, engl: Shoe). Wenn später die neutrale Karte erscheint, wird der eben begonnene Coup zu Ende gespielt, und danach werden die Karten neu gemischt.

Ablauf eines Spieles

Der Spieler, der zur Rechten des Croupiers sitzt, wird Banquier im ersten Spiel und übergibt dem Croupier seinen Einsatz. Die übrigen Spieler setzen nun gegen den Bankier. Sind die Einsätze getätigt, so teilt der Bankhalter die Karten wie folgt verdeckt aus: die erste erhält der Gegenspieler, der den höchsten Einsatz getätigt hat, d. h. der Ponte, die zweite erhält der Bankhalter, die dritte Karte der Ponte, die vierte wieder der Bankhalter. Den Riten des Spiels entsprechend legt der Bankhalter die Karten für den Ponte auf eine Palette, mit der der Croupier die Karten dem Ponte reicht.

Ziehungsregeln für den Ponte

Nun sieht der Ponte seine Karten an und zählt die Augen. Hat der Ponte mit seinen ersten beiden Karten

* 0 bis 4 Punkte, so legt er seine beiden Karten verdeckt nebeneinander auf den Tisch und bittet mit den Worten „Carte, s'il vous plaît.“ um eine weitere Karte;
* 5 Punkte, so hat er freie Wahl, eine Karte zu ziehen oder stehen zu bleiben;
* 6 oder 7 Punkte, so legt er seine beiden Karten verdeckt übereinander auf den Tisch, sagt „Non, Monsieur“ oder „Reste“ und zeigt damit an, dass er keine weitere Karte ziehen möchte.
* 8 oder 9 Punkte, so deckt er seine Karten auf – man nennt dies ein Naturel – und sagt „Huit“ oder „Neuf“ bzw. „La petite“ oder „La grande“; der Bankhalter deckt dann auch auf, in diesem Fall werden keine Drittkarten gezogen.

Ziehungsregeln für den Banquier

Hat der Ponte sich erklärt, so deckt der Bankhalter seine Karten auf (er hat sie zuvor noch nicht angesehen). Hat der Bankhalter 8 oder 9 Punkte, so wird eine von seiten der Ponte gewünschte dritte Karte nicht mehr ausgegeben und gleich abgerechnet; hat der Bankhalter jedoch 7 oder weniger Punkte, so gibt er die evtl. vom Ponte gewünschte Karte offen. Nun erklärt der Bankhalter, ob er ziehen will, oder nicht. Er spielt nach dem Schlitten, wenn er sich an die folgenden Ziehungsregeln (Tableau de tirage) hält:

Hat der Bankhalter

* 7 Punkte, so zieht er niemals eine dritte Karte
* 6 Punkte, so zieht er nur dann eine dritte Karte, wenn er dem Ponte eine 6 oder eine 7 gibt.
* 5 Punkte, so zieht er eine dritte Karte, wenn er dem Ponte eine 5, 6 oder 7 gibt, oder wenn der Ponte passt; er hat freie Wahl bei Ausgabe einer 4 und passt bei Ausgabe einer 1, 2, 3, 8, 9, 10 oder einer Bildkarte.
* 4 Punkte, so zieht er keine Karte, wenn er dem Ponte eine 1, 8, 9, 10 oder eine Bildkarte gibt, in allen anderen Fällen kauft der Bankhalter.
* 3 Punkte, so zieht er keine dritte Karte, wenn er dem Ponte eine 8 gibt, er hat freie Wahl bei Ausgabe einer 9; in allen anderen Fällen kauft der Bankhalter.
* 0 bis 2 Punkte, so zieht er stets eine dritte Karte.

Gewinn und Verlust

Sind beide Parteien bedient, wird abgerechnet; die Partei mit der höheren Punktezahl gewinnt; bei Gleichstand („en cartes“) ist der Coup ungültig. Gewinnen die Pointeure, so erhalten sie einen Gewinn in Höhe des Einsatzes. Gewinnt der Bankhalter, so muss er von seinem Gewinn eine Taxe in Höhe von 5% an die Spielbank zahlen (d. h. er gewinnt im Verhältnis 0,95 zu 1). Gewinnt der Bankhalter, so darf er die Bank weiter behalten, er darf dann aber daraus kein Kapital entnehmen; verliert der Bankhalter, so muss er den Schlitten an seinen Nachbarn zur Rechten weiterschieben. In diesem Fall gilt wieder das sogenannte Minimumbanco (siehe unten).