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Sie suchen die Spielregeln zu einem beliebten Online-, Karten oder Brettspiel?

Sie sind sich nicht einig, wie gezaehlt, gespielt oder ausgwertet wird?

Sie wollen einfach mal nachlesen, wie man seine Spielstrategie optimiert z.B. beim Poker oder Online Casino?

Hier finden Sie Tipps und Tricks, Spielregeln und Anleitungen zu einigen der beliebtesten Spiele der Welt, wie z.B. Poker, Roulette, Bacarra oder Monopoly.

 

Poker

Ablauf eines Pokerspiels

Die Position der Spieler am Tisch. Die Buttons markieren die Blinds und den Dealer.

Bei der folgenden Beschreibung handelt es sich um die geläufigen Regeln der Variante Texas Hold’em. Dennoch unterscheiden sich die Spielregeln der meisten anderen Varianten nur unwesentlich von dieser.

Bestimmung des Kartengebers

Alle Spieler erhalten vor Spielbeginn eine aufgedeckte Karte. Der Spieler mit der höchsten Karte ist in der ersten Runde der Kartengeber (Dealer), was durch den Dealer Button, einen flachen, abgerundeten Zylinder angezeigt wird. Haben zwei Spieler die gleiche höchste Karte, so entscheidet die vom Bridge her bekannte Ordnung der Farben: Pik (?) gilt als die höchste Farbe, gefolgt von Herz (?), Karo (?) und Kreuz (?). Diese Farbreihenfolge gilt aber ausschließlich beim Finden des ersten Dealers, sobald die erste Hand gespielt wurde, sind die Farben völlig unbedeutend. Der Dealer Button rückt vor dem Beginn jeder neuen Runde eine Position im Uhrzeigersinn weiter, so dass jeder Spieler nacheinander Dealer ist. In einem Kasino ist der tatsächliche Kartengeber allerdings ein Kasinoangestellter, der nicht mitspielt.

Mindesteinsätze

Bei den Blinds handelt es sich um Einsätze, die die ersten zwei Spieler links vom Geber (Dealer) in jedem Fall zahlen müssen, bevor die Karten gegeben werden. Üblicherweise zahlen die beiden Spieler links vom Geber den Small- und Big Blind, wobei der Einsatz des Small Blinds in der Regel der Hälfte des Einsatzes des Big Blinds entspricht. Dabei entspricht die Höhe des Big Blinds auch der Höhe des Mindesteinsatzes.

Der Spieler, der sich links vom Big Blind befindet, eröffnet die erste Setzrunde (man sagt, er ist under the gun); der Big Blind ist als letzter an der Reihe. Wenn kein Spieler den Mindesteinsatz erhöht hat, kann der Big Blind entweder schieben oder erhöhen. Falls erhöht wurde, gelten die üblichen Bedingungen. In den weiteren Setzrunden ist der Small Blind zuerst an der Reihe und der Dealer wird als Letzter gefragt. Dadurch hat er einen Informationsvorsprung gegenüber den restlichen Spielern, da er weiß, wie sich die in der Hand verbliebenen Spieler verhalten. Dadurch entsteht der Vorteil der Position, der einen maßgeblichen Einfluss auf das Setzverhalten eines Spielers ausübt.

Falls nur noch zwei Spieler an einem Tisch spielen, es also zu einem Heads Up kommt, ändern sich die Regeln. Der Small Blind ist hier auch der Dealer. Vor dem Flop ist zwar wie gewöhnlich erst der Small Blind an der Reihe, nach dem Flop wird aber stets der Big Blind zuerst gefragt.

Die Höhe der Blinds bei Turnieren hängt von zwei Faktoren ab, zum einen von der Art des Turniers, zum anderen davon, wie lange das Turnier bereits läuft. Bei großen Turnieren wie der World Series of Poker beträgt der Small Blind zu Beginn etwa ein Prozent des Stacks eines Spielers. Besonders bei Fernsehturnieren steigen die Blinds schnell und sind bereits zu Beginn sehr hoch. Bei Poker Superstars machen der Big Blind anfangs fast 7 Prozent aus. Die Blinds steigen danach entweder nach einer bestimmten Zeit oder nach einer festgelegten Anzahl von gespielten Runden. Bei kleinen Onlineturnieren werden die Blinds alle fünf bis zehn Minuten erhöht. Falls die Blinds ansteigen, werden sie in der Regel zwar anfangs verdoppelt, im späteren Verlauf jedoch nur um 25–40 Prozent erhöht. Es kann jedoch auch geringe Abweichungen geben, damit es eine Konformität mit dem Wert der Chips gibt. Falls die Blinds zum Beispiel bei 10/20 liegen, werden sie für gewöhnlich auf 25/50 oder, wenn keine Chips vorhanden sind, die fünf wert sind, auf 20/50 erhöht (siehe auch: Blindssystem).[1]

Neben den Blinds gibt es bei manchen Spielweisen auch ein Ante. Ein Ante ist ein kleiner Betrag, der von jedem Spieler gezahlt werden muss, bevor die Karten gegeben werden. Nach dem Geben folgen normale Setzrunden entsprechend der Spielvariante und Setzstruktur. Beim Stud ist eine Variante verbreitet, bei der ein anhand der offenen Karte bestimmter Spieler ein so genanntes bring in setzen muss. Bei manchen großen Turnieren wie etwa der World Series of Poker kommt es im späteren Verlauf dazu, dass sowohl ein Ante, als auch Blinds eingehoben werden.[1]

Bei Cash Games werden die Blinds und gegebenenfalls auch das Ante gar nicht erhöht. Stattdessen muss ein Spieler ein Vielfaches des Big Blinds als buy in verwenden. Wie viel das ist, variiert je nach Spiel.
Der Spieler entscheidet anhand seiner Karten, ob er sich dem Big Blind anschließt oder aussteigt

Ablauf einer Spielrunde

Nachdem die Mindesteinsätze gesetzt worden sind, erhalten alle Spieler vom Dealer ihre Karten. Danach wird gesetzt. Ein Spieler kann erhöhen (raise), mitgehen (call), aussteigen (fold) oder, wenn in der gleichen Spielrunde noch kein anderer Spieler gesetzt hat, schieben (checken) oder setzen (bet).

Um in der Hand zu bleiben, muss ein Spieler mindestens mitgehen oder, falls nicht gesetzt wurde, schieben. In der ersten Setzrunde muss man, um seine Hand zu behalten, mindestens den Big Blind setzen. Da der Small Blind schon anfangs einen Betrag setzen musste, muss er nur noch den Einsatz „auffüllen“. Steigt er aber aus, muss er seinen Small Blind abgeben. Falls alle Spieler in einer Runde denselben Betrag in den Pot gezahlt haben oder ausgestiegen sind, folgt der nächste Schritt. Dieser Vorgang wiederholt sich im Regelfall, ehe alle Spieler, die bis zum Ende mitgegangen sind, ihre Karten vorzeigen (Siehe Abschnitt Showdown). Wenn bis auf eine Person alle Spieler ausgestiegen sind, erhält der verbliebene Spieler den Pot, meist ohne seine Karten vorzeigen zu müssen. Falls der verbliebene Spieler ein marginales Blatt hält, wird sein Verhalten als Bluff bezeichnet.

Showdown

Ein Showdown bei Texas Hold’em

Als Showdown wird das Aufdecken der bis dato verdeckten Karten der Spieler bezeichnet. Dies kann geschehen, wenn zumindest ein Spieler bereit ist, das all in eines Gegners zu zahlen. Alternativ dazu kann es auch nach der vierten und letzten Wettrunde zu einem Showdown kommen. Der Spieler, der zu diesem Zeitpunkt die beste Hand hält, erhält den gesamten Pot. Es kann aber auch zu einem geteilten Pot kommen, wenn zwei oder mehr in einen Pot involvierte Spieler eine gleichstarke Hand besitzen. Bei einem Showdown nach einem all in spielt der Faktor Glück eine größere Rolle als im regulären Spiel, da selbst sehr starke Hände mit weiteren Gemeinschaftskarten geschlagen werden können und der Spieler keinen Einfluss auf das Geschehen nehmen kann.[2]

Grundsätzliche Spielarten

Man unterscheidet grob zwischen drei verschiedenen Kategorien des Kartenpokers.

In die Kategorie Hold’em fällt neben Texas Hold’em, das seit einiger Zeit mit Abstand die beliebteste Variante ist[5], auch Omaha Hold’em, die der erstgenannten Variante sehr ähnlich ist. Bei diesen und allen weiteren Hold’em-Varianten kommen im Laufe der Zeit so genannte Community Cards (dt. Gemeinschaftskarten oder engl. Board Cards), bei diesen beiden Varianten sind es fünf, auf den Tisch. Mit diesen Karten kann jeder Spieler seine Hand bilden. Zusätzlich zu diesen Karten erhält jeder Spieler zu Beginn einer Runde Hole Cards. Diese Karten sind nur für diesen Spieler ersichtlich, können also nur von diesem Spieler genutzt werden. International ist die Variante No Limit Texas Hold’em am weitesten verbreitet. No Limit bedeutet, dass jeder Spieler in jedem Zug alle seine Chips setzen kann. Speziell bei der Variante Omaha Hold’em ist das Limit Pot Limit sehr weit verbreitet. Der Grund für die Popularität von Texas Hold’em ist, dass das Spiel zwar für Anfänger leicht zu erlernen ist, es aber dennoch seine Zeit braucht, bis ein Spieler ein hohes Niveau erreichen kann.

Beim Stud Poker erhält jeder Spieler sowohl offene, als auch verdeckte Karten. Ein weiteres Merkmal dieser Variante ist, dass die Position des Spielers, der die Runde eröffnet, sehr häufig wechselt. In diese Kategorie fällt neben dem Casinospiel Tropical Stud auch das weit verbreitete Seven Card Stud, welches das ältere Five Card Stud fast völlig verdrängt hat. Stud wird in der Regel immer mit Ante und Fixed Limit gespielt. Seven Card Stud war bis vor einigen Jahren meistens die einzige Variante, die in Casinos angeboten wurde. Mittlerweile offerieren aber auch immer mehr Spielbanken Texas Hold’em.

Die dritte Kategorie, das Draw Poker, wird als die Älteste angesehen. Hier erhält jeder Spieler eine, je nach Variante, festgelegte Anzahl an Karten, die er verdeckt in seiner Hand hält. Draw Poker ist die einzige Kategorie, bei der ein Spieler keine Karten des Gegners zu Gesicht bekommt. Deshalb ist der Glücksfaktor bei den Varianten des Draw auch größer als die Varianten des Stud und Hold’em Poker. Die bekannteste Variante ist Five Card Draw. Bei dieser Variante hält jeder Spieler fünf Karten in der Hand. Er kann in mehreren Setzrunden Karten gegen unbekannte Karten tauschen, um seine Hand zu verbessern. Five Card Draw war auch lange Zeit die beliebteste, am weitesten verbreitete Variante und wurde auch in vielen Filmen thematisiert. Hier sind insbesondere Western hervorzuheben, was den Grund hat, dass die Variante im Wilden Westen sehr weit verbreitet war.

Weitere verbreitete Casinopokervarianten, die nicht direkt zu diesen Kategorien gehören, sind Pai Gow Poker und Easy Poker. Poker kann auch mit Würfeln gespielt werden. Pokerwürfel entstanden um 1880 in den USA. Es existiert ein Patent aus dem Jahre 1881. Pokerwürfel zeigen an den sechs Flächen die Kartensymbole Ass, König, Dame, Bube, Zehn und Neun. Das Ass liegt der Neun, der König der Zehn und die Dame dem Buben gegenüber. Die drei grundlegend verschiedenen Formen des Würfelpoker sind Poker Dice oder Offenes Würfelpoker, Liar Dice oder Verdecktes Würfelpoker (franz. Poker menteur) und Escalero.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Poker